Thursday, January 27, 2011

Aus der Türkei, Teil II

Darauf lagen verschiedene Dinge, auch ein Stapel Tücher Einige waren sicher einmal Teile von Teppichen. Aber jetzt waren die viel zu klein, um Teppiche zu sein.
Ein Mann trat aus dem Geschäft heraus. Wir waren am Tag zuvor in den Grand Bazar gegangen. Dort waren die Verkäufer viel zu aggressiv. Deshalb waren wir vorsichtig.
Vielleicht bemerkte der Mann unser Zögern oder er war immer zurückhaltend Er wartete auf unsere Frage: Ob er wohl Teppiche verkaufen würde?
"Ja, sicher", sagte* er, und bat uns hinein. Im Geschäft waren aber keine Teppiche. Er geleitete uns eine Treppe hinauf. Das war aber keine Treppe, sondern eher eine Leiter. Ich war darüber nicht sehr erfreut, weil meine Schuhe nicht zum Steigen geeignet waren. (Die TA ließen mir nur ein Paar.) Dennoch stiegen wir alle die gefährliche Treppe hinauf.
Und wir sahen: Der Mann hatte zwar viele Teppiche, die waren aber alt und nicht alle in gutem Zustand. Interessant zu sehen, aber für meine Freundin letztendlich nicht eben sehr nützlich
Dann stiegen wir die steile Treppe sehr langsam hinab. Sollten wir uns im Geschäft umschauen? Der Mann traf die Entscheidung für uns. Er erschien wie durch einen Zauber mit einem Tablett mit drei Gläsern Tee darauf. (Wir hatten seine Abwesenheit gar nicht bemerkt.) Somit hatten wir keine Wahl, denn in der Türkei darf man keine Einladung zum Tee ablehnen. Wir setzten uns auf eine Bank in einer Ecke des Ladens und versuchten, uns mit dem Mann zu unterhalten.

***Er sprach keine europäische Sprache, nur Türkisch, ein paar Wörter Arabisch und wahrscheinlich einen kurdischen Dialekt. Ich schreibe: "Er sagte" statt "er kommunizierte", weil das einfacher ist. Ich würde zehn Seiten brauchen, um unsere ganze Unterhaltung aufzuschreiben.


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