14 April 2010
Wie schon gesagt, wir sind mit einem kleinen Bus nach Neuschwanstein gefahren. Der Busfahrer war kein GI-Angestellter. Er arbeitete bei der Busvermietungsfirma. Er war ein Bayer zwischen zehn und fünfzehn Jahren älter als ich. Er sah wie eine muntere Seele aus.
Eine Lehrerin war unserer Reiseleiterin. Sie sprach mit dem Fahrer. Er war neugierig. Er wollte wissen, wer diese komischen Leute in seinem Bus sind. Die Lehrerin sagte, dass wir Deutschstudenten seien. Der Fahrer wusste gar nichts vom Goethe Institut. Die Lehrerin sagte fast genau, was auf der GI-Website steht: GI fördert die Kenntnis der deutschen Sprache und Kultur überall in der Welt, sowohl im Ausland als auch in Deutschland.
Ah, sagte der Fahrer etwas verlegen. Da können Sie sehr gut Deutsch sprechen. Und die Lehrerin stimmte zu.
Mein Sitzplatz war ganz vorne, genau hinter der Lehrerin und dem Fahrer. Deshalb bekam ich eine schöne Hörübung.
Nicht weit von München sagte der Fahrer: Aber es macht nichts. Wie ein richtiger Bayer sagte er eigentlich "NITTS".
Ganz automatische und unbewusst erwiderte die Lehrerin: Ja, es macht NICHTS.
Beiden war es peinlich.
Etwas später fand der Fahrer sein heiteres Gemüt wieder. Er sprach während der ganzen Fahrt mit der Lehrerin. Sie hat ihn nie mehr korrigiert. Aber ich bemerkte, dass er sehr klar und deutlich "NICHTS" sagte, jedes mal, wenn es nötig war.
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